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Reihe: Narratio Aliena?

Reihe: Narratio Aliena? Studien des Bonner Zentrums für Transkulturelle Narratologie (BZTN).

Der Fokus dieser Reihe liegt auf der Herausarbeitung und Analyse narrativer Strukturen in nicht-abendländischen, in der Regel ‚vormodernen’ Texten. Ein Text stellt dabei erst einmal eine sprachliche Einheit dar, die durch verschiedene Eigenschaften der Textualität charakterisiert wird. Dadurch wird eine Texttiefenstruktur erkennbar, die auf eine kommunikative Situation, eine thematische Entfaltung und eine Kommunikationsabsicht schließen lässt. Die von uns in den Vordergrund der Betrachtung gerückten nicht-abendländischen Texte werden nicht auf ihre Faktizität, ihre philologischen Feinheiten oder ihre ereignisgeschichtlichen Aussagen hin untersucht, sondern es wird den Fragen nachgegangen, wie die Erzähltechniken der Quellen aussehen und was wir aus den Texten mittels der narrativen Strukturen über die „mentalen (emotionalen und kognitiven, unbewußten und bewußten) Operationen, durch die die Erfahrung von Zeit im Medium der Erinnerung zu Orientierungen der Lebenspraxis verarbeitet wird”, erfahren können. Die Spannbreite des von uns untersuchten Materials reicht von chinesischen, japanischen, mongolischen, ägyptischen und tibetischen bis zu sanskritischen, aramäischen, hebräischen, arabischen, persischen, hethitischen und oralen Texten. Die Reihe spiegelt den interdisziplinären Ansatz des gleichnamigen Bonner Zentrums (www.narratio-aliena.de) wider, zu dem sich 2009 Fachvertreter aus der Altamerikanistik, Anglistik, Ägyptologie, Indologie, Islamwissenschaft, Japanologie, Mongolistik, Religionswissenschaft, Sinologie und Tibetologie zusammengeschlossen haben.

Herausgeber der Reihe: Stephan Conermann

Stephan Conermann fungiert zurzeit als Sprecher des Exzellenzclusters „Beyond Slavery and Freedom. Asymmetrical Dependencies in Pre-modern Societies“ und als Prorektor für Internationales der Universität Bonn. Seit 2003 hat er dort den Lehrstuhl für Islamwissenschaft inne. Er ist Herausgeber folgender Reihen: “Bonner Islamstudien” (BIS), “Bonner Asienstudien” (BAS), “Bonner islamwissenschaftliche Hefte” (BiH), “Ottoman Studies“, “Mamluk Studies” und „Narratio Aliena? Studien des Bonner Zentrums für Transkulturelle Narratologie.” Seine Forschungsschwerpunkte umfassen narrative Strategien in historiographischen Texten, Sklaverei und asymmetrische Abhängigkeiten, Transformationsepochen sowie Phänomene von Macht und Herrschaft. Als Fallbeispiele dienen ihm dabei das Mamluken- und das Delhisultanat, das Mogulreich und die Crossroads Area “Transottomanica.” Zu seinen jüngsten Veröffentlichungen zählen Stephan Conermann/Albrecht Fuess/Stefan Rohdewald (Hg.): Transottomanica. Osteuropäisch-osmanisch-persische Mobilitätsdynamiken. Perspektiven und Forschungsstand. Göttingen 2019; Reuven Amitai/Stephan Conermann (Hg.): The Mamluk Sultanate in Regional and Transregional Contexts. Göttingen 2019; Stephan Conermann/Gül Şen (Hg.): Slaves and Slave Agency in the Ottoman Empire. Göttingen 2020; Stephan Conermann/Anna Kollatz (Hg.): Macht bei Hofe. Narrative Darstellungen in ausgewählten Quellen. Ein interdisziplinärer Reader. Berlin 2020.

Marion Gymnich ist seit 2007 Professorin für Anglistische Literatur- und Kulturwissenschaft an der Universität Bonn und fungiert zurzeit als stellvertretende Sprecherin des Exzellenzclusters „Beyond Slavery and Freedom. Asymmetrical Dependencies in Pre-modern Societies“. Sie ist Mit-Herausgeberin der Reihen „Representations & Reflections: Studies in Anglophone Literatures and Cultures“ und „Narratio Aliena? Studien des Bonner Zentrums für Transkulturelle Narratologie“. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen Gattungstheorie, Narratologie (insbesondere feministische und postkoloniale Ansätze in der Erzähltheorie), Gender Studies sowie die literarische Darstellung von Phänomenen asymmetrischer sozialer Abhängigkeiten. Sie beschäftigt sich vor allem mit britischen und anglophonen Romanen vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart. In den letzten Jahren hat sie u.a. den Band The Orphan in Fiction and Comics since the 19th Century. Newcastle upon Tyne 2018 (mit Barbara Puschmann-Nalenz/Gerold Sedlmayr/Dirk Vanderbeke) sowie mehrere Artikel zu Erzählliteratur und Narratologie veröffentlicht: „Erzählen und Gender.“ In: Matías Martínez (Hg.): Erzählen: Ein interdisziplinäres Handbuch. Stuttgart 2017; “‘We are the people of the Apokalis’: Narrative Voice and the Negotiation of Power Structures in Indra Sinha’s Animal’s People.” In: Divya Dwivedi/Henrik Skov Nielsen/Richard Walsh (Hg.): Narratology and Ideology: Negotiating Context, Form, and Theory in Postcolonial Narratives. Columbus, OH: 2018; “The End of the World (as We Know It)? – Cultural Ways of Worldmaking in Contemporary Post-Apocalyptic Narratives.” In: Astrid Erll/Roy Sommer (Hg.): Narrative in Culture. Berlin/Boston 2019.

Anna Kollatz ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für Islamwissenschaft und Nahostsprachen der Universität Bonn, wo 2015 ihre Promotion erfolgte. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in der Zeit des Mamlukensultanats in Ägypten und Syrien (1215-1517), sowie die Transitionsperiode zur osmanischen Herrschaft in der Region. Ein weiterer Fokus liegt auf indo-persischer Geschichte und Kultur bis zum Übergang ins 19. Jahrhundert. Ihr Interesse gilt ethnisch und religiös diversen Gesellschaften, den Funktionen von historiographischem Schreiben und Formen der asymmetrischen Abhängigkeit bis in die frühe Neuzeit. Anna Kollatz ist Mitglied des Bonner Zentrums für Transkulturelle Narratologie, sowie assoziiertes Mitglied des Bonn Center for Dependency and Slavery Studies. Zu ihren Publikationen gehören Anna Kollatz: Inspiration und Tradition. Strategien zur Beherrschung von Diversität am Mogulhof und ihre Darstellung in Maǧālis-i Ǧahāngīrī (ca. 1608-11) von ʿAbd al-Sattār b. Qāsim Lāhōrī, (Narratio aliena? 8), Berlin 2016, Eva Orthmann/Anna Kollatz (Hg.): The Ceremonial of Audience. Transcultural Approaches, (Macht und Herrschaft 2), Göttingen 2019 und Stephan Conermann/Anna Kollatz (Hg.): Macht bei Hofe. Narrative Darstellungen in ausgewählten Quellen. Ein interdisziplinärer Reader, (Narratio Aliena? 11), Berlin 2020.

Editorial Board

Prof. Dr. Maria Susanna Cipolletti (Altamerikanistik)
Prof. Dr. Marion Gymnich (Anglistik)
Dr. Amr El-Hawary (Ägyptologie)
Prof. Dr. Dr. Manfred Hutter (Religionswissenschaft)
Prof. Dr. Konrad Klaus (Indologie)
Dr. Verena Lepper (Ägyptologie)
Prof. Dr. Harald Meyer (Japanologie)
Prof. Dr. Eva Orthmann (Islamwissenschaft)
Dr. Christian Schwermann (Sinologie)
Prof. Dr. Peter Schwieger (Tibetologie)
Prof. Dr. Christian Steineck (Japanologie)


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