Band 2: Handyromane: Ein Lesephänomen aus Japan


Band 2: Handyromane: Ein Lesephänomen aus Japan

Artikel-Nr.: 978-3-86893-041-2

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„Im Jahr 2007 dominierten sogenannte „Handyromane” (ketai shosetsu) - ursprünglich für die Lektüre am Handy konzipierte Geschichten - mit 5 von 10 Plätzen die japanischen Bestsellerlisten. Charakteristische Merkmale dieser Hits waren: eine tragische Liebesgeschichte, verfasst von einer junger Laienautorin und präsentiert in einer einfachen, der Handy-Kommunikation entlehnten Ausdrucksweise. Amateure waren zu Medienmachern geworden und hatten eine neue, nicht unumstrittene Literaturgattung erschaffen, die sich auf dem japanischen Buchmarkt bis heute behauptet. Der Band, dem eine Magisterarbeit an der Japanologie Frankfurt zugrunde liegt, betrachtet Handyromane als ein Phänomen zwischen Literatur, Jugendkultur und neuen medientechnischen Entwicklungen. Neben der Debatte um die Literaturhaftigkeit von Handyliteratur erörtert die Autorin die spezifischen Gegebenheiten des japanischen Handymarkts, bietet zahlreiche informative Autorenportraits und analysiert repräsentative Texte ebenso wie sie aktuelle Trends der zeitgenössischen japanischen Literaturszene aufspürt.“

Johanna Mauermann ist Absolventin der Japanologie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die zeitgenössische japanische Literatur und die japanische Kreativindustrie. Seit Oktober 2010 ist sie wissenschaftliche Assistentin der Japanologie Frankfurt und arbeitet an ihrer Dissertation. Der Druck der vorliegenden Studie wurde mit Unterstützung des 1822-Universitätspreises ermöglicht.

 

Aus dem Inhaltsverzeichnis

 

Vorwort

1. Einführung
1.1. A timely topic
1.2. Thesen – Fragestellung − Ziel der Untersuchung
1.3. Stand der Forschung
1.4. Zum Vorgehen

 

2. Der kêtai shôsetsu-Boom und sein Diskurs in Japan
2.1. Das mobile Internet und die Handyromane
2.1.1. Kleine Zeitgeschichte der Handytechnik
2.1.2. Wie kommt der Handyroman auf das Handy?
2.2. Kontroverse Diskussionen in den japanischen Medien
2.2.1. Zeitungen
2.2.2. Zeitschriften und Aufsätze
2.2.3. Monographien
2.3. Ausgewählte Autoren und ihre zentralen Texte
2.3.1. Yoshi: Deep Love: Ayu no monogatari („Deep Love: Ayus Geschichte“, 2002)
2.3.2. Naitoh Mica: Rabu rinku („Love Link“, 2006)
2.3.3. Mika: Koizora („Liebeshimmel“, 2006)
2.3.4. Towa: Kurianesu („Clearness“, 2007)

 

3. Strukturanalyse von Handyromanen
3.1. Vier Autoren, vier Erzählstile
3.1.1. Yoshis „duales System des Erzählens“ in „Deep Love“
3.1.2. „Love Link“: Klassischer Erzählstil einer professionellen Autorin
3.1.3. Mikas Koizora: Erzählstil ohne Distanz
3.1.4. „Clearness“: Variabler Erzählstil einer „Newcomerin“
3.2. Japanisch für das Handy: Kurz, kolloquial, kaomoji
3.2.1. „Deep Love“: Bemüht einfach
3.2.2. „Love Link“: Kurz und gut
3.2.3. Koizora: Kolloquiale Handysprache
3.2.4. „Clearness“: Unentschlossen zwischen Handysprache und Erzählen
3.3. Figurenschablonen, leerer Raum und temporeicher Aufbau
3.3.1. Unausgearbeitete Figuren und Stereotype
3.3.2. Raumdarstellung: Das Fehlen anschaulicher Beschreibungen
3.3.3. Aufbau: „Das Serielle“ des Handyromans
3.4. Zentrale Themen: Sex, Kapitalismus und Liebe
3.4.1. Kapitalismus versus Liebe als Motto: Morallehrbuch „Deep Love“
3.4.2. „Love Link“: Irrungen und Wirrungen der Liebe
3.4.3. Die reine Liebe (jun’ai) in Koizora
3.4.4. „Clearness“: Die Liebe als Sinnstifter
3.5. Handyromane: Populäre Ratgeber für junge Leser
3.5.1. Ein klares Marketingkonzept
3.5.2. Positionen der japanischen Sekundärliteratur: Eine Kritik
3.5.3. Zu unrecht gescholtene Autoren?
3.5.4. Das Handy als Rahmen für Stil und Darstellung
3.5.5. Ratgeber und „shishôsetsu light“

 

4. Handyromane als Indikator für ein sich wandelndes Literaturverständnis
4.1. Etablierung eines neuen Formats
4.2. Der Handyroman in der japanischen Literatur: Meilenstein der Popularisierung
4.3. Handyroman trifft auf junbungaku: „Meisterwerke der Literatur am Handy“ und Setouchi Jakuchô

 

5. Anstelle eines Nachworts: Handyromane transnational

Glossar

Blog / Buchmarkt Japan / E-Book / E-Literatur /  E-Manga / Goma Books / Handyabhängigkeit /  Handy als persönliches Medium / Handy-Fernsehserien /  Handykommunikation und Handysprache / Handy E-Mail / Handymanga / Handymarkt Japan / Handy­portale / Handyromane / Handyroman weltweit / i-mode /  Internetromane / Mahô no i-rando / Media Mix / Mixi /  mobairu shôsetsu / mobile business / mobiles Internet /  Online-Romane / QR-Code / Schulmädchen / soziale Netzwerke / Starts Publishing / user generated contents / Twitter Tabellen und Fakten zum japanischen Handyroman-Markt

Bekannte Autoren und Werke / E-Book-Portale (kostenpflichtig) / Handyroman-Kategorien /  Handyroman-Portale (kostenlos) / Handyroman-Preise /  Handyroman-Reihen / Handyroman-Verlage /  Verkaufszahlen

Namensregister

Begriffsregister: Von Amateur bis Yankee

Bibliographie

Abbildungsregister

 

The Cell Phone novel. A Japanese reading phenomenon

Japan is known for technical innovations and ignited the global discussion about e-literature with its very own “cell phone novels” (kêtai shôsetsu) in 2007. Back then, 5 of the 10 top selling books were examples of these stories that had originally started out as texts to be read on mobile phones and were published as actual books later on. The authors of this new kind of literature were mainly teenage girls. This may well be called a success story, surprising to both publishers and writers as well as to the book industry.

This study approaches cell phone novels as a phenomenon between literature, technology, youth culture and media economics. After an introduction to structures of mobile internet and the book market in Japan, it presents the best known authors and analyses their texts. Furthermore, it discusses the controversial opinions on that topic in Japan. “Handyromane: Ein Lesephänomen aus Japan” (Cellphone novels: A Japanese reading phenomenon) explores whether cell phone novels can be seen as a culture of communication among the young generation or rather as a contemporary form of youth literature which attracts a big readership and thus promotes reading.

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