158 Seiten, kart.,
14,8 x 21,0 cm, 2025
Durchgehend farbig illustriert
Leseprobe
Dieser Band bietet einen materialkonkreten Entzifferungsansatz für die proto-ägyptische Niltal-neolithische Religion im Vierten Jahrtausend. Im Zentrum steht ein jungsteinzeitliches Götter-Bild am Himmel als Ur-Bild, das uns durch mehrere menschengemachten Ab-Bilder erschließbar wird. Es zeigt eine markante und zugleich normierte Ikonographie (Kuhkopf + fünf Sterne). Es bietet das älteste genauer zu bestimmende Stern-Bild aus der Menschheitsgeschichte. Diese kultur- und speziell religionsgeschichtlich herausragende Bildgestaltung korrespondiert mit dem Mythos einer Vermählung von Himmelsgöttin und Erdgott. Tatsächlich können wir im Zusammenspiel von inneren und äußeren Bildern globalgeschichtlich früheste bild-archäologische Belege für einen Mythos konkreter fassen.
Zum Autor:
Prof. Dr. Ludwig D. Morenz, Studium der Orientalischen Archäologie, Ägyptologie, Koptologie, Altorientalistik und Religionsgeschichte, Dissertation zur ägyptischen Schriftlichkeitskultur (1994), Habilitation in Tübingen (2001), ist Professor für Ägyptologie an der Universität Bonn mit den Forschungsschwerpunkten Schriftgeschichte, Kultursemiotik, ägyptologische Bildanthropologie, Literatur des Mittleren Reiches. Ausgewählte Monographien: Bild-Buchstaben und symbolische Zeichen. Die Herausbildung der Schrift in der hohen Kultur Altägyptens (2004); Sinn und Spiel der Zeichen. Visuelle Poesie im Alten Ägypten (2008); Die Zeit der Regionen im Spiegel der Gebelein-Region. Kulturgeschichtliche Re-Konstruktionen (2010), Kultur- und mediengeschichtliche Essays zu einer Archäologie der Schrift (2013), Kleine Archäologie des ägyptischen Humors (22014), Medienevolution und die Gewinnung neuer Denkräume (2014), Anfänge der ägyptischen Kunst (2014), Sinai und Alphabetschrift (2019).